Kompetenzen

As-U Gamerith-Weyer GmbH

Zu den Kunden der As-U zählen große österreichische Industriebetriebe und Konzerne (z.B. Lenzing AG, OMV, Evonik) ebenso wie mittelständische Unternehmen. Die As-U realisiert Projekte für Unternehmen der chemischen Industrie, Mineralölindustrie, Zellstoffindustrie, Maschinenbau, Energieerzeugung, Kunststoffprodukte, Lebens- und Futtermittelerzeugung. Die Kompetenzen der As-U beruhen auf einer Vielzahl von Projekten mit folgenden Schwerpunkten:

ANLAGENSICHERHEIT

      Sicherheitsberichte, Sicherheitsanalysen
      Gemäß der neuen Richtlinie 2012/18/EU (Seveso III-RL), umgesetzt im österreichischen Gewerberecht (GewO-Novelle 2000, BGBl. I Nr. 88/2000, Abschnitt 8a) und in der Industrieunfallverordnung (IUV, BGBl. II Nr. 354/2002) müssen Betriebe, die beim Einsatz von gefährlichen Stoffen bestimmte festgelegte Mengenschwellen überschreiten, einen Sicherheitsbericht erstellen. Dies gilt sowohl für die Neuerrichtung, sprich Planung einer Anlage, als auch bei Änderungen oder der Optimierung der Anlage. Auch im Rahmen des §82b ist zu prüfen, ob eine Anlage unter diese Bestimmungen fällt. Die Sicherheitsberichte sind alle 5 Jahre zu aktualisieren. Durch diese Neufassung der Seveso III-Richtlinie ist seit 2015 die Anpassung der GewO Abschnitt 8a und insbesondere der Anlage 5 zur Einbindung des GHS bei der Einstufung von Gefahrstoffen zu berücksichtigen. Dadurch kann sich die Relevanz des Industrieunfallrechtes für Ihre Betriebsanlage geändert haben.
      Wir unterstützen Sie gerne bei der Erstellung oder Aktualisierung Ihres kompletten Sicherheitsberichts inklusive der Erfüllung der Anforderungen an diesen, wie Gefahrenermittlung, Bewertung der baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Verhütung von schweren Unfällen, Beratung bei der Installation von weiteren Sicherheitsvorkehrungen bis zur Erstellung und Integration eines internen Notfallplanes oder nötigen Auswirkungsbetrachtungen.
      Gefahrenanalysen, HAZOP und Risikobeurteilungen
      Neben den gesetzlichen Anforderungen an den sicheren Betrieb von Anlagen und dem Schutz von Personen und Umwelt stellt auch das wirtschaftliche Risiko durch Ausfall der Produktion oder zerstörte Anlagenkomponenten eine Anforderung an systematische Risikoanalysen dar. Neben der HAZOP Methode, auch PAAG genannt, gibt es weitere Methoden z. B. Fehlerbaum Analyse (Fault tree) oder Checklisten, die zur Analyse der Gefahren herangezogen werden können, um dann mit Tools wie Risikographen, LOPA oder z.B. auch Index Methoden eine Bewertung der Risiken durchführen zu können. Wichtig dabei ist, die passendste Methode für das jeweilige Projekt zu wählen, um Zeit und Kosten zu sparen und doch das beste Ergebnis zu erzielen. Durch unser Angebot der externen Moderation und Hilfestellung bei der Durchführung ergibt sich für Sie der Vorteil einer unabhängigen und objektiven Betrachtung Ihrer Risiken, basierend auf gesetzlichen Regelungen wie der Maschinensicherheitsverordnung 2010 (MSV 2010) oder Industrieunfallverordnung (IUV) unter Berücksichtigung weiterer relevanten Normen wie z.B. EN ISO 12100, EN IEC 61511, EN 13849 und anderen branchenspezifischen Grundlagen.
      Explosionsschutzdokumente und -konzepte
      Basierend auf der EU Richtlinie 2014/34/EU (ATEX Betreiberrichtlinie, im österreichischen Recht als Verordnung explosionsfähiger Atmosphären (VEXAT) BGBl. II 309/2004 umgesetzt, gelten Mindestvorschriften, die den Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten, Gasen oder Stäuben zum Schutz der Arbeitnehmer vor Explosionen regeln. Daraus resultiert die Anforderung ein Explosionsschutzdokument zu erstellen, in welchem die Explosionsgefahren identifiziert werden müssen. Gegebenenfalls sind EX-Zonen und die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen festzulegen und sorgfältig zu dokumentieren.
      Brandschutz in Prozessanlagen
      Das österreichische ArbeitnehmerInnenschutz recht beinhaltet auch Schutzanforderungen gegen Gefahren durch Brandereignisse. Brände sind darüber hinaus auch verantwortlich für einen großen Teil betrieblicher Schäden und Produktionsverluste. Im Zuge des Neubaus, Umbaus oder der Erweiterung von Prozessanlagen ist daher eine schlüssige und ganzheitliche Brandschutzplanung zu berücksichtigen. Dies beinhaltet neben den baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen auch organisatorische vorbeugende und abwehrende Maßnahmen. Neben den österreichischen Technischen Richtlinien vorbeugender Brandschutz (TRvB) sind dabei noch weitere Vorschriften wie elektrotechnische Verordnungen oder Lagerbestimmungen für Gase oder brennbare Flüssigkeiten zu berücksichtigen.
      Chemikalienrecht
      Basierend auf dem Chemikaliengesetz 1996, das, ergänzt durch eine Vielzahl an Durchführungsverordnungen die Basis der chemikalienrechtlichen Regelungen in Österreich darstellt und der langjährigen Erfahrung im Bereich der technischen Chemie können wir Ihnen Hilfestellung zum sicheren Umgang mit Gefahrstoffen in Ihren Betrieb geben. Der Schwerpunkt ist dabei die sichere Handhabung von Chemikalien im Betrieb, welche von der Einstufung von Gefahrstoffen, über die richtige Lagerung und Kennzeichnung von Chemikalien, Druckgasverpackungen oder brennbaren Flüssigkeiten bis zur Unterweisung der MitarbeiterInnen reicht. Darüber hinaus ergeben sich Änderungen durch die CLP-Verordnung (EG Nr. 1272/2008), auch GHS-Verordnung genannt, mit geänderten Einstufungskriterien.
      Operatives Risk-Management
      Operative Risiken durch produktionsbedingte Gefahren können eine große Bedrohung des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens darstellen. Finanzielle Verluste sowie Imageschäden sind mögliche Folgen. Mithilfe des operativen Risk-Managements lassen sich diese Gefahren identifizieren und angemessene Maßnahmen ableiten. Durch den gezielten Einsatz von operativem Risk-Management lassen sich oftmals rechtzeitig Absicherungsmaßnahmen treffen. Dies stellt eine wesentliche Voraussetzung für Gespräche mit Ihrer Sachversicherung dar.

BETRIEBSANLAGENRECHT: ANLAGENGENEHMIGUNG NACH GEWO, BETRIEBSANLAGENÜBERPRÜFUNG § 82B

      Betriebsanlagengenehmigung
      Im Rahmen einer Betriebsanlagengenehmigung gemäß GewO 1994 BGBl. Nr. 194/1994 wird seitens der zuständigen Behörde überprüft, ob die geplante Betriebsanlage mit den rechtlichen Schutzzielen in Einklang stehen wird. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir diese Schutzziele in einem Genehmigungsantrag frühzeitig identifizieren und die dafür notwendigen Maßnahmen bereits in die Projektvorbereitung einfließen lassen. Dadurch können Genehmigungsverfahren konfliktfrei und zügig vorangetrieben werden und Ihre Betriebsanlage rasch genehmigt werden.
      Änderung genehmigungspflichtiger Anlagen
      Änderungen genehmigter Anlagen können sowohl die Art und Ausstattung wie z. B. ein Umbau, Erweiterung der Betriebsanlage, Verlagerung von Betriebsbereichen oder die Anschaffungen neuer Maschinen betreffen, oder aber auch eine Änderung der Betriebszeiten. Wir sind erfahren in der Erstellung der Einreichunterlagen für Genehmigung sowie im Umgang mit den Behörden und deren Sachverständigen und unterstützen Sie auch gerne bei der Wahl des richtigen Antrags.

      Genehmigungspflichtige Änderungen

      Im Falle einer wesentlichen Veränderung einer Betriebsanlage verlangt der Gesetzgeber laut § 81 der Gewerbeordnung eine Anzeige der getätigten Veränderungen. Es gelten dabei grundsätzlich die gleichen Genehmigungsvoraussetzungen und Verfahrensvorschriften wie für eine Erstgenehmigung.

      Anzeigepflichtige Änderungen:
      Sofern durch die Änderungen die Immissionen für die Nachbarn nicht erhöht oder verändert werden, kann auch ein Anzeigeverfahren durchgeführt werden. Dies gilt z. B. auch für den Ersatz von Maschinen durch gleichwertige Maschinen. Im Fall einer Anzeige entfällt die Beteiligung der Nachbarschaft und die Entscheidungsfrist der Behörde wird von sechs auf nur zwei Monate verkürzt.>

      Betriebsanlagenüberprüfung nach § 82b GewO
      Die wiederkehrende Prüfung aller Betriebsanlagen hat laut Gewerbeordnung alle 5 Jahre zu erfolgen. Somit wird dem Betriebsinhaber die Pflicht auferlegt, selbst die Rechtskonformität seiner Anlage in regelmäßigen Zeitabständen sicherzustellen. Im Gegensatz zu Anlagen, die umweltrechtlich genehmigt sind, gilt es bei gewerberechtlich genehmigten Anlagen in Eigenverantwortlichkeit des Betreibers zu prüfen, ob die Betriebsanlage noch mit den gewerberechtlichen Betriebsanlagengenehmigungsbescheiden und den darin erteilten Auflagen, sowie allen anderen gewerberechtlichen Vorschriften (z.B. VbF, Kälteanlagen-Vo etc.) übereinstimmt. Insbesondere ist auch darauf zu achten, ob die genehmigte Anlage dem Abschnitt 8 a der Gewerbeordnung 1994 betreffend der Beherrschung der Gefahren bei schweren Unfällen unterliegt.
      Umsetzung IED-Anforderungen
      Betriebe die früher unter den Anhang I der Richtlinie 96/61/EG des Rates über “die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung” (IPPC-Richtlinie) gefallen sind, unterliegen nun der seit 6. 1. 2011 in Kraft getretene Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IED) und haben besondere Anforderungen in Bezug auf Emissionen zu befolgen. Es hat eine integrierte Betrachtung zu erfolgen, wodurch ein hohes Maß an Schutz für die gesamte Umwelt erreicht werden soll. Für einige Anlagenarten,( z.B. Zellstoffproduktion, Eisen-und Stahlerzeugung, Gerbereien, Glasindustrie, Zementindustrie) liegen bereits verbindliche BAT-Schlussfolgerungen vor.

ARBEITSSICHERHEIT

      Gefährdungsbeurteilungen, Evaluierung
      Aus dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (AschG, BGBl Nr. 450/1994), der Arbeitsmittelverordnung (AM-VO, BGBl. II Nr. 164/2000), der Arbeitstättenverordnung (ASt-VO, BGBl II Nr. 368/1998), aber auch der Maschinensicherheitsverordnung (MSV 2010, BGBl. II Nr. 282/2008) resultieren die wichtigsten grundlegenden Anforderungen an den Schutz der MitarbeiterInnen. Die Umsetzung dieser verlangt eine Analyse und Evaluierung möglicher Gefahren und die Setzung von Maßnahmen um diese zu verhindern. Es ist daher zu prüfen, welche Maßnahmen (baulich, technisch, organisatorisch) erforderlich sind, um die Sicherheit und Gesundheit der MitarbeiterInnen nicht zu gefährden. Dabei ist allerdings nicht außer Acht zu lassen, dass es dabei nicht nur um das körperliche sondern auch das psychischen Befinden geht. Es ist die Aufgabe des Managements, diese Forderungen umzusetzen, wobei wir Sie gerne mit unserer Erfahrung unterstützen.
      Betriebs- und Sicherheitsanweisungen
      Zum Schutz von Personen und Umwelt sind nicht nur arbeitsrechtliche Anforderungen relevant sondern auch Forderungen aus der CE-Konformität. Zur firmenspezifischen und gesetzeskonformen Erstellung der dafür notwendigen Unterlagen stehen uns Tools zur Verfügung, die eine rasche und lückenlose Umsetzung möglich machen. In Folge können wir Ihnen auch Schulungen Ihrer MitarbeiterInnen durch uns als externe Moderatoren bieten, um den Anforderungen der regelmäßig wiederkehrenden Unterweisung nachzukommen.
      Lagerkonzepte
      Die Lagerung gefährlicher Chemikalien kann spezifischen rechtlichen Grundlagen unterliegen z.B. der Verordnung brennbarer Flüssigkeiten (VbF BGBl. Nr. 240/1991) oder der Druckgaspackungslagerungsverordnung 2002 – DGPLV 2002 BGBl. II Nr. 489/2002. Gerne sind wir ihnen bei der Erstellung Ihres Lagerkonzeptes unter Berücksichtigung geeigneter Regelwerke z.B. TRGS 510 (Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern) oder TRbF 20 (Läger) behilflich. Vertrauen Sie uns bei der Gestaltung der Lagerplätze für gefährliche Stoffe und der Einrichtung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen.
      Sicherheitsmanagementsystematik
      2007 als britische Norm OHSAS 18001 ( Occupational Health and Safety Assessment Series) festgelegt, befasst sich diese mit einer Systematik, durch die das Management eines Betriebes Unfälle vermeiden kann. Basierend auf dieser Methodik und in enger Anlehnung an die Normen ISO 9001 und ISO 14001 kann eine Zertifizierung nach BS OHSAS 18001 erfolgen. Es handelt sich dabei um keine internationale Norm, aber die Erfüllung dieser Norm birgt Potential auch im Bereich des Firmenimages, da sie wichtige Aspekte der Sicherheitspolitik und des Sicherheitsmanagements eines Unternehmens abdeckt.

CE-ZERTIFIZIERUNG UND TECHNISCHE DOKUMENTATION

      CE-Kennzeichnung
      Das Inverkehrbringen von Produkten im europäischen Wirtschaftsraum ohne gültige CE-Kennzeichnung ist gemäß EU-Verordnung 765/2008 nicht zulässig und kann sowohl Hersteller als auch Betreiber betreffen. Die Ausstellung wird in Österreich in § 71 Abs. 1 der GewO 1994 geregelt. Insbesondere in Unternehmen, bei denen die Hersteller- und Betreiberaufgabe gleichzeitig zutreffen, ist es sinnvoll die CE-Zertifizierung unter Berücksichtigung der der MSV 2010 und des österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) vorzunehmen. Diese CE-Zertifizierung umfasst unter anderem eine Risiko- und Gefährdungsbeurteilung, eine Betriebsanleitung der gesamten Anlage, die unterfertigte EG-Konformitätserklärung und gegebenenfalls auch Explosionsschutzdokumente und Arbeitsanweisungen. Da dies bei größeren Anlagen und Produktionsstätten meist eine sehr komplexe Aufgabe darstellt, ist es zielführend durch externe Unterstützung eine objektive Hilfe zu bekommen, um die Erstellung aller nötigen Unterlagen sowie Prozessschritte gesetzeskonform und rasch zu lösen.
      Technische Redaktion
      Mit der MRL 2006/42/EG wurden Anforderungen an die Technische Dokumentation novelliert, unter anderem enthält sie auch klare Vorgaben über den Inhalt und Aufbau der Dokumente. Dennoch sind noch andere Regelungen und Normen bei der Erstellung von Technischer Dokumentation zu beachten. Grundlegende Normen sind die ISO 82079, welche sich mit dem Erstellen von Anleitungen befasst bzw. die VDI 4500 zu den Themen Umfang und Inhalt.
      Unter dem Oberbegriff Technische Dokumentation verbergen sich eine Vielzahl an Dokumentarten, die innerhalb des Unternehmens in den verschiedenen Abteilungen benötigt werden, aber auch an den Schnittstellen zwischen einzelnen Unternehmensbereichen und vor allem auch an der Schnittstelle zum Endbenutzer bzw. Kunden. Es ist dabei zu beachten, dass je nach Art der Dokumentation verschiedene Anforderungen an den Inhalt gestellt sind.
      Nutzen Sie unsere Erfahrung in diesem Bereich, um effizient unter Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften und Normen neue Dokumente zu generieren oder bereits bestehende zu überarbeiten. Vermeiden Sie durch externe Hilfestellung Kapazitätsengpässe bei Ihren Mitarbeitern und vertrauen Sie uns bei der Auswahl der spezifisch benötigten Inhalte Ihrer Dokumentationen.

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